Namibia ist das Traumland vieler, ein Land der Kontraste und der klaren Farben, ein Land, in das sich schon viele Menschen verliebt haben. Wer Ruhe sucht, wer grandiose Landschaften und eine faszinierende Tierwelt, Wüste und Weite geniessen möchte, den wird Namibia nicht mehr loslassen.

Dies ist aber noch nicht lange so. Denn Namibia wurde als eines der letzten Länder Afrikas durch Europäer kolonisiert, wobei massgeblich die Deutschen daran beteiligt waren. Von 1884 bis 1914 war Namibia sogenanntes "Deutsches Schutzgebiet" und hiess "Deutsch-Südwestafrika". Deutsche Siedler sollten Land erwerben und ungehindert bewirtschaften können. Dazu musste die dort lebende schwarze Bevölkerung, überwiegend Namas und Hereros, unterworfen werden. Diese erkannten jedoch bald, dass die deutsche Kolonisierung ihre ursprünglichen Lebens- und Existenzmöglichkeiten bedrohte. Beide Volksgruppen erhoben sich zum Kampf. Die militärischen Auseinandersetzungen dauerten bis zum Jahre 1908 und endeten mit der völligen Unterwerfung der schwarzen Bevölkerung.

Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde das Gebiet durch Südafrika besetzt, welches 1920 das Land unter dem Namen Süd-West Afrika vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugesprochen bekam. Deutsch verlor den Status als Amtssprache. Südafrika siedelt Burenfarmer im Lande an. 1951 wird die unselige südafrikanische Apartheid-Gesetzgebung (Rassentrennung) auf Süd-West Afrika übertragen. Mit der Durchsetzung des Odendaal Plans kommt es zwischen 1964 und 1966 zur Bildung von Homelands. Schwarze werden zwangsweise umgesiedelt.
Die UNO entzieht Südafrika 1966 das Mandat. Südafrika erkennt diese Resolution jedoch nicht an und weigert sich, der UNO die Kontrolle über das Land zu übergeben. Die SWAPO (South-West African Peoples Organisation) unter Leitung ihres Präsidenten Sam Nujoma beginnt im gleichen Jahr ihren bewaffneten Befreiungskampf. Er spielt sich hauptsächlich im Ovamboland, an der angolanischen Grenze im Nordwesten, ab - also dort, wo heute das APC angesiedelt ist. Die Folgen dieses Krieges waren verheerend für die ursprüngliche Bevölkerung, so war das Ausüben jeglicher Kultur bei Gefängnisstrafe verboten und am Abend herrschte ein striktes Ausgeh- und Versammlungsverbot

Namibias Unabhängigkeit
Das Gerangel zwischen UNO und Südafrika sowie der bewaffnete Befreiungskampf der SWAPO dauern 23 Jahre. Am 11. November 1989 finden die ersten freien Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung statt. Die SWAPO gewinnt die Wahlen mit 57% der Stimmen. Am 21. März 1990 wird die Verfassung verabschiedet. Sam Nujoma wird Präsident und Namibia als 151. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

1993 erhält Namibia eine eigene Währung. Der Namibia-Dollar (N$, NAD) wird aber an den südafrikanischen Rand gekoppelt, da Namibias Wirtschaft nach wie vor eng mit der südafrikanischen verbunden ist.

Walvis Bay, Namibias einziger, wirtschaftlich bedeutsamer Hochseehafen, wird 1994 von Südafrika an Namibia abgetreten. Damit ist der letzte Schritt zur Unabhängikeit Namibias vollzogen.

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